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PFAS im Trinkwasser: Wo die Schweiz steht

PFAS im Trinkwasser: Wo die Schweiz steht

Strengere Höchstwerte für PFAS im Trinkwasser sind unterwegs. Kantone und Gemeinden reagieren bereits – ein Überblick über die Entwicklungen 2026.

PFAS – die «ewigen Chemikalien» im Fokus

PFAS sind eine Gruppe von über 10'000 langlebigen Chemikalien. Sie sind 2026 eines der grossen Themen in der Wasserversorgung.

Strengere Höchstwerte

Die Schweiz übernimmt die Vorgaben der EU-Trinkwasserrichtlinie. Heute gilt zum Beispiel für PFOS ein Höchstwert von 0,3 µg/l. Künftig sollen 0,1 µg/l für die Summe von 20 PFAS und 0,02 µg/l für die Summe von 4 PFAS gelten. Für die neuen Trinkwasser-Höchstwerte ist eine Übergangsfrist von drei Jahren vorgesehen.

Beispiele aus der Praxis

  • Appenzell Ausserrhoden hat einzelne Quellen im Vorderland vom Trinkwassernetz genommen, weil sie leicht erhöhte PFAS-Werte zeigten. Das abgegebene Trinkwasser erfüllt die heutigen und die künftigen Höchstwerte.

  • Die Stadt Zug muss ein ehemaliges Feuerwehr-Übungsgelände sanieren, das mit PFAS aus Löschschaum belastet ist. Die Kosten liegen bei rund 10 Millionen Franken.

Vernehmlassung abgeschlossen

Der Bundesrat hat im Mai Massnahmen für einen einheitlichen Vollzug und für betroffene Landwirtschaftsbetriebe vorgeschlagen. In der Vernehmlassung gab es breite Kritik, vor allem an der geplanten Vermischung belasteter Lebensmittel. Wissenschaft und Umweltverbände fordern beim Trinkwasser strengere Bestimmungen.

Für Wasserversorgungen heisst das: Ressourcen untersuchen, Belastungen früh erkennen und die neuen Höchstwerte in die Planung einbeziehen.