Warum Trinkwasser im Verteilnetz warm wird
Ein Forschungsprojekt des TZW hat in Trinkwassernetzen Temperaturen bis 30 °C gemessen. Entscheidend sind Fliessverhältnisse und Boden.
Erhöhte Wassertemperaturen im Trinkwassernetz
Das Technologiezentrum Wasser (TZW) hat mit 18 Partnern im Projekt EWaT untersucht, wie sich Trinkwasser in Verteilnetzen erwärmt.
Die Messwerte:
in allen untersuchten Netzen mindestens 20 °C
an mehreren Messstellen über 25 °C
an einzelnen Punkten bis 30 °C
Die wichtigsten Einflussfaktoren:
Fliessverhältnisse: Leitungen mit langer Aufenthaltszeit, zum Beispiel Stichleitungen, erwärmen sich stärker als gut durchströmte Hauptleitungen.
Boden: Er speichert Wärme und gibt sie verzögert ab. Unter besonntem Asphalt ist er deutlich wärmer als an schattigen Stellen.
Mit Messdaten und Modellen lassen sich Temperaturrisiken jetzt erstmals systematisch in Planung und Betrieb bewerten. Das gilt im Kleinen auch für die Hausinstallation: Stagnation vermeiden und Kaltwasserleitungen nicht neben Wärmequellen führen.
Quellen (2)
- Quelle: aqua & gas, 15.09.2026
- Bild: aqua & gas / TZW